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Lütte Flitzepiepen

Krippengruppe

Ziele und Grundsätze in unserer Arbeit mit Kindern unter drei Jahren, einen Raum für die kindliche Neugierde schaffen.

In unseren Krippen schaffen wir eine Atmosphäre der Wärme, gegründet auf Vertrauen und Akzeptanz. Unser Ziel ist es, den Kindern beim Erwerb von alltagstauglichen Kompetenzen zu helfen, um ihnen Selbständigkeit und Selbstvertrauen zu vermitteln. Zudem wollen wir die Kinder darin unterstützen, eigene Lösungswege zur Konfliktbewältigung zu finden.

Da Kinder in den ersten Lebensjahren sehr viele komplexe Entwicklungsaufgaben bewältigen müssen, fördern wir mit unserer pädagogischen Arbeit jeden wichtigen Schritt und helfen dem Kind seinen individuellen Weg in der Welt zu finden.

Eine behütete familiäre Atmosphäre bieten

Die Familie bietet Kindern den sicheren Raum, sich auszuprobieren und eigenständig gestaltend in ihre Umwelt einzugreifen und sich einzubringen. Lütte Flitzepiepen bietet Erziehung, Bildung und Betreuung in kleinen Kindergruppen in einer kuscheligen und familiären Atmosphäre an, um einen nahen und persönlichen Kontakt zu bieten. Wir begleiten die Kindern, ihre ersten Kontakte zu anderen Personen, außerhalb ihres Familienkreises, zu wagen.

Liebevolles Miteinander und Respekt ermöglichen

Bei uns lernen die Kinder, einen liebevollen und respektvollen Umgang miteinander zu pflegen. Wir selbst sind den Kindern Vorbilder für dieses Verhalten. Es ist uns wichtig, die individuelle Persönlichkeit des Kindes zu respektieren und sehr behutsam mit dem Kind umzugehen. Um diesem Grundsatz nachzukommen, ist ein Beobachten und Wahrnehmen des Kindes Teil unserer Arbeit.

Klare Strukturen und Transparenz

Um sich im Leben zu Recht zu finden, brauchen Kinder klare, transparente Strukturen und Kommunikation. Wir bieten einen klaren Tagesablauf und ein überschaubares Regelwerk, an dem sich die kleinen Menschen orientieren können. Für die Eltern stellen wir unsere Arbeit in Gesprächen sowie an der Tafel mit dem Wochenplan, dar und geben so einen Einblick in die Ideen und Vorgehensweisen unserer Arbeit. Die Kinder lernen Verlässlichkeit durch unser Handeln. Wir halten getroffene Versprechen und Verabredungen ein.

Hamburger Bildungsempfehlungen

Die Anforderungen der Bildungsempfehlungen setzen wir altersgemäß und entwicklungsgerecht für die Kinder unter drei Jahren um. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen und Fähigkeiten eines jeden einzelnen Kindes und der jeweiligen Gruppensituation.

Sauberkeitsentwicklung

Wie Sprachentwicklung vollzieht sich die Sauberkeitsentwicklung eines Menschen instinktiv und muss nicht „anerzogen“ werden. Wir nutzen die Zeiten des Windel wechseln für eine „beziehungsvolle Pflege“. Die pflegerischen Tätigkeiten im Krippenalltag ermöglichen den pädagogischen Fachkräften einen konstanten Beziehungsaufbau. Die Kinder lernen die körperliche Pflege als verlässlichen Ablauf kennen und erfahren sie als Zeit der Zuwendung, Kommunikation und Nähe. Die beziehungsvolle Pflege ist ein wichtiger Bildungsprozess. Neben der körperlichen Pflege des Kindes stehen Prozesse der Sinneswahrnehmung im Mittelpunkt:

  • Begleitung der Handlungen durch Sprache
  • Integration des Kindes in die Pflegetätigkeit, Freiraum für Selbsttätigkeit
  • Erleben von nass/trocken, kalt/warm
  • Gelegenheit für kleine Spiele, musikalische Begleitung der Tätigkeit

Parallel zur Pflegetätigkeit wird der Wunsch des Kindes ,,groß“ zu werden, immer deutlicher wahrnehmbar. Er gibt ihm den Antrieb, auszuprobieren, wie das Leben ohne Windel ist. Wenn Erwachsene das Kind nicht drängen oder Druck ausüben, kann es den Zeitpunkt des ,,Sauberwerdens“ selbst bestimmen. Wir berücksichtigen die individuellen Gewohnheiten eines jeden Kindes, ob es z. B. ein Töpfchen oder einen extra Toilettenaufsatz bevorzugt. Dabei ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und der Erzieherin äußerst wichtig. Während der Phase des ,,Sauber-Werdens“ stehen wir in besonders intensivem Dialog mit den Eltern.

Der Tagesablauf bei Lütte Flitzepiepen

8:00 bis 9:00 Uhr: Bringzeit

9:00 bis 9:30 Uhr: Frühstück mit anschließender Zahnpflege

9:30 bis 10:00 Uhr: Morgenkreis

10:00 bis 12:00 Uhr: Freispiel, pädagogische Angebote und Projektarbeiten

12:00 bis 12:30 Uhr: Mittagessen mit anschließender Zahnpflege

12:45 – 14:00 Uhr: Ruhe- und Schlafenszeit
In unserem Kuschel-, Lese-, Schlafensraum haben die Kinder die Möglichkeit, sich selbstständig auszuziehen. Sie erhalten dazu Körbe, in denen sie ihre Wäsche unterbringen können. Die Erzieher geben dabei Hilfestellung und machen ihnen eine frische Windel. Um eine gemütliche, liebevolle und ruhige Atmosphäre zu schaffen, lesen wir Bücher, singen Schlaflieder, erzählen Erlebtes. Die Erzieherinnen legen sich mit den Kindern gemeinsam hin und berücksichtigen die Rituale und Gewohnheiten der einzelnen Kinder, z. B. Spieluhr, Schnuller, Kuscheltier, Flasche. Möchte ein Kind Kuscheln und in den Arm genommen werden gehen wir darauf ein. Den Kindern, die nicht schlafen, machen wir ein gesondertes Angebot, z. B. Üben von Fingerfertigkeiten. Sie haben die Möglichkeit, sich bei einer Geschichte auszuruhen oder mit Spielsachen ihrer Wahl zu spielen.

14:30 bis 15:00 Uhr: Nachtisch

ab 15:00 Uhr: Abholzeit

Übergang in die Elementargruppe

Um einen guten und problemlosen Übergang in die Elementargruppe zu schaffen, ist es wichtig, eng mit den Kolleginnen aus dem eigenen Kindergarten zusammen zu arbeiten.

Vor dem Wechsel in die Elementargruppe nehmen die Kinder in ihrer neuen Gruppe erste Kontakte auf, indem sie z. B. an Aktionen wie Turnen oder an der Musikstunde teilnehmen. Ihre Erzieherin aus der Krippengruppe begleitet sie dabei. Die Kinder, die in andere Kindergärten wechseln, bereiten wir ebenso auf diesen Schritt vor. Wir nutzen Bilderbücher und Sammeln Erinnerungsfotos, um den Abschied bewusst zu gestalten.

Um den Abschied aus der Krippe zu erleichtern und den wichtigen Schritt des Übergangs deutlich zu machen, gibt es ein gemeinsames Abschiedsfest. Ein kleines Abschiedsgeschenk, sowie die gesammelten ,,Meisterwerke“ im Portfolio gehören zu Abschied dazu.